Nobiskrug und H2-Industries: Mit voller Kraft voraus in die emissionsfreie Schifffahrt

Nobiskrug und H2-Industries bauen die erste vollelektrische Motorjacht auf Basis der innovativen Stromspeichertechnik LOHC, die mit Wasserstoff arbeitet. Mit LOHC-Stromspeichern auf dem Weg ins Zeitalter der Nachhaltigkeit.

Rendsburg/München, im August 2018. Nobiskrug und H-Industries entwickeln und bauen die erste vollelektrische Motorjacht mit der innovativen Stromspeichertechnik LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carrier). Damit wird die revolutionäre Technologie, die den aktuellen Verbrennungsmotor ablösen kann, erstmals in der Schifffahrt eingesetzt. Um CO2-Emissionen zu vermeiden, wird die Motorjacht vollständig elektrisch, ohne herkömmlichen Dieselkraftstoff, betrieben.

Die Superjacht-Werft Nobiskrug und das Hightechunternehmen H2-Industries wollen mit dem gemeinsamen Pilotprojekt Maßstäbe für eine emissionsfreie Elektrifizierung der Schifffahrt setzen. Dabei sollen Lösungen für alle Schiffstypen und -größen entwickelt werden.

„Wir glauben, dass Wasserstoff die Energie der Zukunft ist, die in flüssigem LOHC-Öl gespeichert werden kann. Vorteilhaft ist, dass sich LOHC ähnlich wie Diesel lagern und transportieren lässt. Diese Technologie ist ein Durchbruch auf dem Weg zu einer saubereren Umwelt“, sagt Holger Kahl, Geschäftsführer von Nobiskrug.

LOHC ist effizient, schwer entflammbar und nicht explosiv, auch wenn es mit Wasserstoff beladen ist. Die LOHC-Technologie von H2-Industries ermöglicht an Bord den sicheren und effizienten Betrieb einer Brennstoffzelle. Sie wandelt den Wasserstoff, der aus dem LOHC gelöst wird, in Strom um, der vom Schiff genutzt wird. Dank des LOHC-Systems kann das Schiff von einem lautlosen Elektromotor angetrieben werden. Es werden keine CO2- und NOx-Emissionen abgegeben. Sauberer lässt sich Schifffahrt nicht denken.

„Es wird das erste vollelektrische Schiff sein, das auf der LOHC-Technologie von H2-Industries mit einer Reichweite von über 1.000 Seemeilen (sm) und einer Reisegeschwindigkeit von 10 Knoten (kn) basiert“, sagt Michael Stusch, CEO und Gründer von H2-Industries. „Wir freuen uns sehr, mit Nobiskrug zusammenzuarbeiten, einem Unternehmen, das bereits zuvor innovative Technologien in der Schifffahrtsindustrie eingeführt hat.“ Mit dem LOHC-System kann nicht nur Energie analog zum Diesel getankt werden. Der Stoff kann auch beliebig oft Wasserstoff und damit Energie binden. Deshalb wird eine erweiterbare Photovoltaikanlage auf dem Schiff installiert. Die so gewonnene Energie wird in Form von Wasserstoff in den LOHC-Tanks gebunden und bei Bedarf wieder abgegeben. So wird die Leistung der LOHC-Anlage erhöht, während das Schiff vor Anker liegt.

„Die Notwendigkeit, CO2-Emissionen radikal zu reduzieren, wird zu einem Ersatz für das derzeitige kohlenstoffbasierte Energiesystem führen. In diesem Fall könnte Wasserstoff ein nachhaltiger und bedeutender Energieträger sein“, sagt Kahl. „In diesem Sinne nutzten wir gerne die Gelegenheit, Teil dieses innovativen Projekts zu sein, das zu einer revolutionären neuen Technologie werden könnte!“

 

Über H2-Industries

H2-Industries entwickelt innovative, effektive und umweltschonende LOHC-Energiespeicherlösungen. Die Firma wurde 2010 vom Unternehmer Dipl.-Ing. Michael Stusch gegründet, der Firmensitz befindet sich in München. Forschung, Entwicklung und Produktion sind in Norddeutschland (Mecklenburg-Vorpommern) angesiedelt.

Die Produkte von H2-Industries ermöglichen es, mit jeder (erneuerbaren) Stromquelle Wasserstoff herzustellen und diesen sicher bei Umgebungsdruck und -temperatur im ölartigen Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC) chemisch zu speichern. LOHC-gebundener Wasserstoff lässt sich problemlos transportieren und bei Bedarf wieder freisetzen. Mit der LOHC-Technologie lassen sich zum ersten Mal große Strommengen bis in den Terawattstunden-Bereich hinein sicher und günstig speichern. Damit macht H2-Industries erneuerbare Energien rund um die Uhr und an jedem Ort verfügbar.

Ziel von H2-Industries ist es, die LOHC-Technologie zu industrialisieren und somit Wasserstoff als sicheren Energieträger der Zukunft zu etablieren.

 

Für Rückfragen

Diane R. Riedel
Tel.: +49 173 376 78 58
dr@h2-industries.com

H2-Industries SE
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80339 München
www.h2-industries.com

 

 

Über Nobiskrug

Mit über 100 Jahren Erfahrung im Schiffbau blickt Nobiskrug stolz auf über 750 gebaute Schiffe zurück. Das Kerngeschäft des Unternehmens ist die hochspezialisierte Konstruktion von individuell gefertigten Superjachten.

Nobiskrug kann an drei Werftstandorten in Norddeutschland Schiffe mit Längen von 60 bis 426 Metern bauen, was der maximalen Größe der Docks entspricht. Die über 900 hochqualifizierten Mitarbeiter haben bereits zahlreiche international ausgezeichnete Superjachten entwickelt und gebaut. Mit der Auslieferung der „Segeljacht A“ bestätigte Nobiskrug erneut seine starke Position unter den führenden Superjachtbauern.

Darüber hinaus bietet Nobiskrug Reparatur- und Refit-Services in hoher Qualität an. Sowohl in der hochmodernen Superjachthalle der Werft als auch im Mittelmeerraum mit seinem mobilen Einsatzteam „Flying Squad“ sowie lokalen Partnern.

Nobiskrug steht für neue Wege in der Konstruktion von Superjachten und definiert damit die Kunst des Jachtbaus neu. Mit langjähriger Erfahrung und geballter Ingenieurskunst, gepaart mit Ideenreichtum und hohen Qualitätsansprüchen bis ins kleinste Detail, liefert die Werft Superjachten, die bis ins 22. Jahrhundert überdauern.

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